
"Kinder kriegen die Leute sowieso" behauptete einst Konrad Adenauer als 1957 die Einführung des Umlageverfahrens für die gesetzliche Rente angezweifelt wurde. Norbert Blüm erklärte einige Jahrzehnte später: "Die Rente ist sicher". Nur jeweils wie viel davon ließen beide offen. Heute ist klar, dass beide Behauptungen so nicht mehr haltbar sind und somit musste der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren unter anderem mit tief greifenden Renten-Reformen reagieren.
Aufgrund dieser Gesetze wirkte der Gesetzgeber auch auf das Sparverhalten der Bürger ein. Da das Niveau der gesetzlichen Rente fortan nicht mehr als sicher galt, begannen die Deutschen sich vermehrt für ihre Altersvorsorge zu interessieren. Die Altersvorsorge ist seither eines der wichtigsten Motive der Deutschen für die Rücklagenbildung.
Neue Anlageformen wie die Basisrentenversicherung, die Riester-Rentenversicherung, die geänderte betriebliche Altersversorgung und zuletzt der so genannte Wohn-Riester, welche allesamt staatlich gefördert werden und speziell für die private Altersvorsorge gedacht sind, kamen auf den Vorsorgemarkt.